Tun und tun lassen

mmhhh… Selbstorganisation ist eine feine Sache. Vor allem für diejenigen, die selber organisieren.

Der Plan ist, dass sich die Leute, die beim Löbtauer Musikalischen Weihnachtskalender auftreten wollen, selber in das dafür eingerichtete Lömuweika-Wiki einschreiben und ihre Auftritte dann eben auch selber organisieren. Der Gedanke dahinter ist, dass die Lasten, die bei der Organisation eines solchen Events entstehen, durch dezentrales Engagement schön gleichmäßig auf alle verteilt werden.

Wie es scheint, ist ja der Neustädter Musikalische Weihnachtskalender deswegen in diesem Jahr weggeknickt, weil die zentrale Instanz – der Stadtmusikanten e.V. – mit der Organisation ein paar Probleme zu haben scheint.

Okay, okay, denken wir uns: „Hier in Löbtau machen wir ditte mal dezentral, selbstorjanisiert und so. Allet klar! – Wiki einrichten – dort können sich alle selber eintragen, die Musike machen wollen und ihre Auftritte müssen se danne eben ooch selba schaukeln. Off und abbaun, wa!“ Warum wir das alles in Berlinerisch denken, ist uns selber ein Rätsel, ist aber auch egal.

Schön und gut, der Witz „bei det Janze“ ist aber, dass erstmal ein paar Leute von dem Lömuweika-Wiki erfahren müssen um sich und damit den Löbtauer Musikalischen Weihnachtskalender dort selbst-organisieren zu können. Ja und da läuft erstmal nicht viel in Selbstorganisation. Da muss sich eben tatsächlich jemand alles erstmal aufbuckeln und Blogs anmailen, Kulturredaktionen informieren, Postkarten in Löbtauer Häusern verteilen und StudiVZ-Gruppen einrichten. (Eine solche gibt es jetzt: Sie heißt Lömuweika „Tretet ihr alle bei und rettet die Welt!!!“)

Der Soziologe würde dabei wahrscheinlich von einem Kollektivgutproblem zweiter Ordnung sprechen: Ein Kollektivgutproblem ist z.B. dass viele Leute einen musikalischen Weihnachtskalender haben wollen und niemand etwas dafür tun will, weil man sowas eben nichtmal zwischendurch organisiert – es also ein Haufen Arbeit ist – und man ja auch von einem musikalischen Weihnachtskalender profitiert, der von anderen auf die Beine gestellt wurde.

Um die Lasten einer solchen Aktion, wie der Organisation des Lömuweika eben auf viele Schultern zu verteilen, scheint ein Wiki zunächst mal eine gute Idee. Wenn sich dort Leute in die entsprechenden Termine eintragen und ihre Auftritte dann auch schön selber managen, wäre das Kollektivgutproblem gelöst, welches ja darin bestand, ein solches Event wie einen Musikalischen Weihnachtskalender zu organisieren. Das Kollektivgutproblem zweiter Ordnung besteht nun darin, dass man es erstmal hinbekommen muss, dass sich dort Leute eintragen.

Tja, was denken wir uns dabei?

– „Na ma kiecken, wie et weitajeht, wa?“

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2 Kommentare - “Tun und tun lassen”

  1. Ich Says:

    Dann gleich ein pragmatischer Vorschlag – scan doch am besten die Postkarte ein und stell sie zum download auf den blog. Dann hat man was zum weiterleiten und das verteilen wird nicht zur reinen Handarbeit …

  2. loemuweika Says:

    naja, so zum elektronischen weiterleiten sieht se nich besonders schick aus die Postkarte. aber richtig cool kommt se meiner meinung nach, wenn se real in irgendwelchen briefkästen auf- bzw. eintaucht.


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